Sonntag, 22. März 2009

Nur noch 99 Tage

Hurra, ich habe eben festgestellt, das es nur noch 99 Tage sind, bis meine Schuldhaftentlassung erfolgt.

  • Nur noch 99 Tage hafte ich für das Bank-Darlehn meiner Ex-Frau für deren Wohnung.
  • Nur noch 99 Tage hoffen, das meine Ex-Frau ihre Rate bezahlt.
  • Nur noch 99 Tage darauf warten, das das neue Bank-Darlehn an den Anschluss des aktuellen Darlehns auch tatsächlich greift - ohne mich.
  • Nur noch 99 Tage und ich bin meine Schuldhaftung los.

Und mit jedem Quartal hafte ich mit weniger Geld.

Denn die Hoffnung, das die Bank mich aus der Haftung entlässt, habe ich inzwischen aufgegeben. Selbst wenn meine Ex-Frau ein Super-Einkommen hätte würde wohl keine Bank der Welt einen Haftenden entlassen - einmal Schuldhaft, immer Schuldhäftling.

Für die restlichen Tage werde ich mich nun auch nicht mehr um eine Schuldhaftentlassung bemühen. Ich hoffe einfach dass alles so gut kommt wie es in der Vergangenheit geklappt hat. Dann kann ich feiern.

Jetzt sind es nur noch 99 Tage, noch etwas mehr als drei Monate und seitdem mir dies aufgefallen ist sind schon wieder ein paar Sekunden vergangen.

Für alle, die die genaue Zeit interessiert, läuft in der rechten Spalte weiter unten ein Zähler mit.

Nur noch 99 Tage.

Samstag, 28. Februar 2009

Wo geht der Hunni hin?

Das Konjunkturpaket ist verabschiedet. Irgendwann in den nächsten Monaten werden pro Kind hundert Euro einmalig und zusätzlich überwiesen werden. Bei getrennt lebenden Eltern wird derjenige den Zuschlag bekommen, auf dessen Kindergeld monatlich überweisen wird - in der Regel ist das die Mutter.
Allerdings steht dem Vater ja das halbe Kindergeld auch zu, das über den Zusatz der Düsseldorfer Tabelle in den Unterhalt verrechnet wird. Was aber nun machen mit den zusätzlichen 50 Euro? Einmalig den Dauerauftrag ändern? Von der Mutter das Geld in bar haben wollen?

Das Beste wäre, gemeinsam dem Kind das Geld zugute kommen lassen. Ihm neue Spielsachen oder schicke Klamotten kaufen und schauen, dass damit die regionale, heimische Wirtschaft gestärkt wird. Dafür ist es doch schließlich da, das zusätzliche Geld.


aus "Der Wochenendvater"

Ich werde mal nicht aktiv werden, bin gespannt ob meine Ex-Frau zu diesem Thema etwas sagen wird.

Sonntag, 22. Februar 2009

7000 Besucher

Heute war der 7000ste Leser auf meinem Blog.
Seit knapp drei Jahren schreibe ich hier, das sind etwa sieben Besucher pro Tag.

Ob wohl alle die hier gelesen haben auch in ähnlichen Situationen stecken?

Oder ob viele davon nur aus Zufall über diese Seiten gestolpert sind?

Ich hoffe, das wenigsten der eine oder andere von meinen Erlebnissen profitieren konnte und das meine Geschichten ihm etwas geholfen haben. Dann habe ich mein Ziel schon erreicht.

Danke an alle Leser und Leserinnen.

Samstag, 21. Februar 2009

Das Anlage-U-Thema

Gestern habe ich dei unterzeichnete Anlage U 2008 von meiner Ex-Frau bekommen. Obwohl ich mich nicht sehr darum gekümmert habe hat es diesmal genau so lange gedauert wie im letzten Jahr - damals habe ich fast täglich darum gebeten, gebettelt und geflucht.

Hauptsache ich habe die Unterschrift und nun wieder für lange Zeit meine Ruhe vor diesem Thema. Vielleicht sogar für immer.

Meine Steuerunterlagen 2008 sind auf jeden Fall damit komplett und bereits auf dem Weg zum Steuerberater.

Samstag, 7. Februar 2009

another perfect day

Diese Woche wurde ich irgendwann mit dem Lied "Another perfect day" von American Hi-Fi geweckt.
Ich weiss nicht warum, aber seitdem habe ich gute Laune und nichts kann mich ärgern. Es ist egal ob ich den Bus verpasse, meine Arbeit immer mehr wird oder meine Ex-Frau mit neuen Geldwünschen kommt - ich stehe über den Dingen. Oder besser gesagt, ich schwebe über den Dingen.
Denn ich sehe entweder in allem etwas Positives oder ich merke, dass dies nur Kleinigkeiten sind und ich mich darum davon nicht nerven lasse.

Das Leben ist schön und heute ist "another perfect day".

Samstag, 17. Januar 2009

Alles neu.

Was bringt das neue Jahr? Ich weiss es nicht, aber ich freue mich schon darauf. Denn mit jedem Tag nimmt ein kleines Stückchen meiner finanziellen Verpflichtung meiner Ex-Frau gegenüber ab.

  • Jeden Monat der hinter mir liegt ist die noch ausstehende Summe um 750 Euro geringer geworden. Am Ende diesen Jahres werden es nur noch etwas mehr als 20'000 Euro sein.
  • Im Laufe des Jahres werden sich die Themen mit der Anlage U aus dem Jahr 2007 erledigen.
  • Ich werde die Anlage U 2008 und die damit verbundene Steuererstattung erhalten.
  • Und ich werde zum ersten Mal meine Steuererklärung in der Schweiz mit der Berücksichtigung meiner Unterhaltszahlungen machen.
  • Noch mehr freue ich mich aber auf den 01. Juli. Wenn alles klappt werde ich ab diesem Tag meine Darlehnsschuld los sein.

Das alles sind gute Nachrichten und lassen mich mit Freude ins neue Jahr starten.

Montag, 29. Dezember 2008

Portemonnaie

Kurz vor Weihnachten war ich bei Freunden eingeladen. Unter anderem war eine geschiedenen Frau dort, die einen sehr witzigen Namen für ihren Ex-Mann verwendete:

Portemonnaie



Sie liess diesen Namen so beiläufig in ihre Erzählungen einfliessen, dass ich zuerst gar nicht verstand, was sie damit meinte. Erst auf mein Nachfragen erklärte sie uns den tatsächlichen Sachverhalt.

Sie sieht ihren Ex-Mann wirklich als Geldbeutel an, "in dem in erster Linie Bargeld aufbewahrt wird." (Zitat von Wikipedia.de)

Das kommt mir doch alles so bekannt vor. Welchen Ausdruck wohl meine Ex für mich verwendet?

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Das widersprüchliche Horoskop

Heute hatte ich mal wieder Zeit mich meinem Horoskop zu widmen. Eigentlich bin ich Waage, und dazu heisst es:

Es wäre äusserst günstig, wenn Sie Ihr Budget gut im Auge behalten würden. Schliesslich stehen schon bald wieder einige Ausgaben an, um unumgänglich sind. Achten Sie verstärkt auf Angebote.


Eigentlich kann dieser Text jeden Tag in meinem Horoskop stehen. Ich brauche endlich einen eigenen Computer sowie neue Schuhe. Und mein Staubsauger macht bald schlapp. Und auf mein Konto schaue ich auch ständig um zu sehen, was noch übrig ist.
Ein Text also, der in Zeiten der Rezesion auf 85% der Bevölkerung zutrifft. Ich werde ihn mir zu Herzen nehmen.

Noch besser wird es, wenn ich dazu das Horoskop der Jungfrau lese (wäre ich zwei Stunden früher geboren wäre ich statt Waage nämlich Jungfrau):

Sie entdecken Ihre künstlerische Ader. Leben Sie diese auch dann aus, wenn Sie von anderen belächelt werden. Schon bald werden Sie feststellen, wir vorteilhaft es sich auf den finanziellen Bereich auswirkt.


Na, dass ist doch mal eine gute Nachricht. Da ich weder ein Instrument spiele noch singe und auch meine malerischen Fähigkeiten begrenzt sind fällt mir nur eine künstlerische Tätigkeit ein, die ich zu Geld machen kann:

Ich schreibe ein Buch, ich veröffentliche meinen Blog als Literatur.
Bitte alle Verleger mal melden!

Sonntag, 14. Dezember 2008

Kindergeld, Düsseldorfer Tabelle, Kinderfreibetrag - was es alles zu beachten gibt

Oweh, was muss/will ich alles beachten.
Vielleicht wird zum 01. Januar 2009 das Kindergeld angehoben. Dann kann ich weniger Kundesunterhalt (5 Euro weniger) bezahlen. Aber noch ist dies nicht klar und jetzt ist schon der 15. Dezember.
Vielleicht wird zum 01. Januar 2009 die Düsseldorfer Tabelle angepasst. Dann muss ich mehr oder weniger Kindesunterhalt bezahlen. Aber dies ist noch nicht klar und jetzt ist schon der 15. Dezember.
Da ich jetzt in der Schweiz lebe bekommt meine Ex vielleicht den ganzen Kinderfreibetrag. Oder nicht? Aber habe ich was davon? Bestimmt nicht. Aber wer weiss das schon genau?
Und so geht es weiter, lauter Dinge die sich zum ersten Januar ändern - oder vielleicht nicht. Und wenn sie sich ändern, dann weiss ich noch nicht ob dies zu meinen Gunsten oder zu meinen Ungunsten ausgehen wird.
Naja, da bleibt nur abwarten. Und Tee trinken.

Samstag, 13. Dezember 2008

Nur noch 199 Tage - hoffentlich.

Hurra, ich habe eben festgestellt, das es nur noch 199 Tage sind, bis meine Schuldhaftentlassung erfolgt - hoffentlich.

  • Nur noch 199 Tage hafte ich für das Bank-Darlehn meiner Ex-Frau für deren Wohnung.
  • Nur noch 199 Tage jedes Quartal hoffen, das meine Ex-Frau ihre Rate bezahlt.
  • Nur noch 199 Tage darauf warten, das das neue Bank-Darlehn an den Anschluss des aktuellen Darlehns auch tatsächlich greift.
  • Nur noch 199 Tage und ich bin diesen Teil der Schulden los.

Und mit jedem Quartal hafte ich mit weniger Geld.
Termine für die Ratenzahlungen meiner Ex-Frau für das Darlehen:




1. Jan 07
1. Apr 07
1. Jul 07
1. Okt 07
1. Jan 08
1. Apr 08
1. Jul 08
1. Okt 08
1. Jan 09
1. Apr 09


Denn die Hoffnung, das die Bank mich aus der Haftung entlässt, habe ich inzwischen aufgegeben. Selbst wenn meine Ex-Frau ein Super-Einkommen hätte würde wohl keine Bank der Welt einen Haftenden entlassen - einmal Schuldhaft, immer Schuldhäftling.

Für die restlichen Tage werde ich mich nun auch nicht mehr um eine Schuldhaftentlassung bemühen. Die Kraft dafür sammle ich für das Ende der Frist. Entweder um dann um meine Entlassung zu kämpfen, sollte dass Darlehn doch nicht so umgeschichtet werden wie meine Ex es mit mitgeteilt hat. Oder um zu feiern.

Aber jetzt sind es nur noch 199 Tage, noch etwas mehr als ein halbes Jahr und seitdem mir dies aufgefallen ist sind schon wieder ein paar Sekunden vergangen.

Für alle, die die genaue Zeit interessiert, läuft in der rechten Spalte weiter unten ein Zähler mit.

Nur noch 199 Tage.

Montag, 8. Dezember 2008

Steuervorauszahlung - jetzt kommt die Ex.

In den letzten neun Jahren habe ich mich mit den Steuervorauszahlungen für das Finanzamt rumgeschlagen. Da ich in der Schweiz arbeite und in Deutschland wohne werde ich wie ein Freiberufler besteuert. Und da gibt es vierteljährlich die Vorauszahlungen. Sie sind entweder viel zu hoch oder viel zu gering - richtig stimmen tun sie nie.
Nachdem ich nun seit Mai in der Schweiz wohne hat sich das Thema der Steuervorauszahlungen für mich erledigt. Ich zahle "Quellensteuer", wie in Deutschland wird die Steuer direkt vom Lohn abgezogen. Und im darauf folgenden Jahr mache ich die Steuererklärung. Eigentlich ganz einfach.
Und jetzt kommt meine Ex und will von mir ihre Steuervorauszahlung erstattet haben. Schliesslich entstünde diese durch meine Unterhaltszahlungen und die Anlage U. Ich soll möglichst noch heute bezahlen, denn übermorgen bucht das Finanzamt bereits die Vorauszahlung für das komplette Jahr 2008 ab - 1.800 Euro. Und für 2009 soll ich auch gleich die Vorauszahlungen übernehmen - 449 Euro pro Quartal.
Ihre Forderung unterstützt sie mit der Kopie ihres Vorauszahlungs-Bescheids. Ist ja schon interessant was darin steht.
Z.B. stammt der Bescheid von Ende August 2008. Warum und wo er seither rumlag ist mir ja egal. Aber warum muss ich nun sofort springen?
Aber der Reihe nach. Zuerst ein bisschen zu diesem Thema gegoogelt. Und tatsächlich, die Vorauszahlungen muss ich übernehmen (OLG Köln, 04.02.1988, 14 WF 277/87), da ich die Unterhaltszahlungen mit Anlage U steuerlich absetze.
Nachdem dies Thema in der Sache geklärt ist, geht es nun um die Höhe.

  • Fakt 1: Im Jahr 2009 versteuere ich mein Einkommen vollständig in der Schweiz. Somit ergibt es für mich keinen Sinn, wenn ich in Deutschland mit der Anlage U eine Steuerminderung erreichen möchte. Somit werde ich für 2009 keine Anlage U einreichen. Und demnach auch keine Vorauszahlungen begleichen.
  • Fakt 2: Gleiches gilt für den Zeitraum seit Mai 2008. Da ich nur die ersten vier Monate des Jahres 2008 in Deutschland steuerpflichtig war werde ich auch nur für diesen Zeitraum die Anlage U einreichen. Also bin ich auch nur für diesen Zeitraum verpflichtet, die Vorauszahlungen zu übernehmen. Rein rechnerisch wären dies 600 Euro statt 1.800 Euro.
  • Fakt 3: Guter Tipp - Ich werde erst dann bezahlen, wenn ich die Erklärung meiner Ex habe, dass ich - sollte die Vorauszahlung höher sein als der tatsächliche Nachteil - die Differenz von meinen Unterhaltszahlungen einbehalten kann.


So, und damit ist dass folgende klar: ich werde erst mal nichts bezahlen, schildere den Sachverhalt meiner Ex und warte eine neue Berechnung ab. Sie hatte die Möglichkeit eines Einspruchs - vier Wochen nach Erhalt des Bescheids...

Mal sehen, was nun daraus wird. Bisher habe ich noch nichts Neues von ihre gehört. Und das ist ja mal ein gutes Zeichen.

Sonntag, 23. November 2008

Freude herrscht.

Letzte Woche war Halbzeit und seitdem fühle ich mich wirklich freier. Jedesmal wenn ich daran denke, dass ich mit jeder Stunde dem Ende meiner Unterhaltszahlungen entgegen komme, werde ich glücklich und fühle mich von einer Last befreit.

Und dass ist gut so.

Ärmer aber frei.

Selten stimmte es so wie zur Zeit.

Montag, 17. November 2008

Es ist HALBZEIT !

Hurra, heute ist HALBZEIT. Seit genau 1265 Tagen bezahle ich nun schon Unterhalt für meine Ex-Frau. Und genau so lange muss ich weiterhin bezahlen.
Es ist tatsächlich so, dass ein Ende nun schon absehbar ist. Die längste Zeit liegt hinter mir.
Ich kann mich noch gut erinnern wie ich mich gefühlt habe, als es noch über 2000 Tage waren.

Doch jetzt bin ich sozusagen auf dem Gipfel der Unterhaltszahlungen angelangt und von nun an beginnt der entspannte Abstieg. Ich muss mir weniger Sorgen darüber machen, ob und wie ich das Geld für die Unterhaltszahlungen zusammenbekomme. Ich kann mir vielmehr Gedanken darüber machen, was ich nach dem Ablauf meiner Zahlungen mit dem mir verbleibenden Geld machen werde.

Ich werde dann jeden Monat 750 Euro mehr für mich zur Verfügung haben. Meine Pläne sind gross und die Wunschliste ist lang. Ich möchte endlich eine vernünftige Altersvorsorge für mich aufbauen. Ich möchte endlich meine Reise nach Tibet planen und durchführen können. Und ich kann mit diesem Geld evtl. auch mehr Freizeit und weniger Arbeit haben. Vielleicht kann ich ja dann die Vier-Tage-Woche für mich einführen.

Es sit verrückt wie schnell die Zeit vergangen ist. Und ich bin sicher, dass die vor mir liegenden 1265 Tage ebenso schnell vergehen werden. Heute ist wieder so ein schöner Tag, an dem ich mich freier aber keineswegs ärmer fühle.

Auf die verbleibenden Tage.

Dienstag, 11. November 2008

Die verlorenen Jahre

Scheidung, Rauchen, Wohnort: Welche Risiken das Leben wie stark verkürzen

Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 11.11.2008

Der Ausgangspunkt ist eine beinahe banale und durch viele Studien abgesicherte Feststellung: Die Lebenserwartung von Männern und Frauen mittleren Alters ist am höchsten, wenn sie nur wenig Alkohol trinken, nicht rauchen, verheiratet sind, sich gesund fühlen, Abitur haben und einen Job als Angestellte erledigen. Nun haben die Demographinnen Anne Kruse, Elena Muth und Gabriele Doblhammer versucht herauszufinden, welche Risiken das Leben wie stark verkürzen. Das Ergebnis verblüfft zumindest in den Dimensionen: Ein 50 Jahre alter Raucher hat eine um 18 Jahre geringere Lebenserwartung als ein Mann, der mit Blick auf seine Gesundheit alles richtig macht.

Die Themenfrage der Studie, von der nun eine Kurzfassung veröffentlicht wurde (Demografische Forschung aus erster Hand, 3/2008), lautete: Welche Lebensbedingungen, Krankheitsmerkmale oder Verhaltensweisen kosten wie viele Lebensjahre? Die Forscher nutzten Sterbedaten der amtlichen Statistik und des Sozioökonomischen Panels, um dies zu berechnen. Sie definierten einen 50-jährigen "Supermann" und eine 50-jährige "Superfrau", die dank Verhalten, Biografie und Gesundheit in den Lebenserwartungs-Statistiken am besten abschneiden. Mit diesen Menschen wurden andere verglichen, deren Lebensläufe von verschiedenen Risiken geprägt sind.

Medizinische Risikofaktoren wirken demnach stärker als soziale. So haben Männer, die mit ihrer Gesundheit unzufrieden sind, eine um 19 Jahre niedrigere Lebenserwartung als der "Supermann". Offenbar leiden jene, die sich nicht als gesund einschätzen, auch tatsächlich häufig an ernsten Krankheiten. Bei Frauen ist der Wert mit knapp 18 Jahren ähnlich hoch. Ähnlich stark sinkt die Zahl der Lebensjahre bei Menschen, die schon im Alter von 50 Jahren an Altersdiabetes leiden, stark rauchen oder viel Alkohol trinken (siehe Grafik).

Verglichen damit wirken sich soziale Einflüsse schwächer aus. So verkürzt Arbeitslosigkeit das Leben um 14 Jahre. Eine Scheidung verringert die Lebenserwartung im Vergleich zu den Idealtypen um knapp zehn Jahre, ähnlich wie ein niedriger Schulabschluss.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen zeigen sich nur bei wenigen Faktoren. So ist beispielsweise die Lebenserwartung alleinlebender Frauen um einige Jahre geringer; bei Männern tritt dieser Effekt nicht auf. Auch Kinderlosigkeit (die bei Männern in den Statistiken nicht vollständig erfasst wird) wirkt bei Frauen statistisch leicht lebensverkürzend. "Das kann bei Frauen am Fehlen sozialer Kontakte, aber auch an biologischen Faktoren liegen", sagt die Mitautorin Elena Muth, die am Rostocker Zentrum für demographischen Wandel arbeitet.

Die einzelnen, überraschend hohen Risiken dürfen freilich nicht zu einer Addition verleiten - etwa in dem Sinn, dass sich die Lebenserwartung eines arbeitslosen, geschiedenen Rauchers um 14 plus neun plus 18 Jahre verringert. "Risikofaktoren bedingen sich oft gegenseitig, daher ist der Gesamteffekt geringer als die Einzeleffekte", sagt Elena Muth.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Ein (un)möglicher Härtefall

Eben bei VOX gesehen:

Ein (un)möglicher Härtefall
(Filmkomödie der Coen-Brüder, 2003)
Miles Massey ist ein Staranwalt, der sich auf Scheidungen spezialisiert hat. Nach ihm ist ein Ehevertrag benannt, der im Falle einer Scheidung die finanzielle Unantastbarkeit des jeweils vermögenderen Ehepartners garantiert. Er hilft reichen Scheidungswilligen, ihr Vermögen vor dem Zugriff der baldigen Ex-Partner zu retten. ...

Der Anfang ist witzig und regt mich zum Nachdenken an. Hätte ich mit einem solchen Anwalt nun mehr Spass am Leben und würde ich mich freier fühlen?

Oder hätte ich einfach nur mehr Geld?

Die Finanzkrise und mein Horoskop

Gestern lautete mein Horoskop:


"Ein Gewinn, mit dem Sie überhaupt nicht gerechnet haben, sorgt für eine angenehme Überraschung. Lassen Sie sich aber auf keinen Fall dazu hinreissen,
sofort in einen Kaufrausch zu fallen, sondern sparen Sie."


Wie wahr, wie wahr. Ich hatte tatsächlich in den letzten Tagen einen überraschenden Gewinn erhalten. Eine auslaufende Versicherung enthielt eine Überschussbeteiligung, von der ich nichts wusste. So gibt es im Laufe des nächsten Monats einen kleinen "Zustupf" zu meine Haushaltskasse.
Eigentlich wollte ich dieses Geld dazu nutzen, mir endlich einen eigenen Computer zu kaufen. Seit der Trennung von meiner Ex-Frau benutzt ich immer den Laptop, den mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Damit kann ich auch zu Hause surfen und auch die Beiträge für meinen Blog entstehen auf dem Firmenlaptop - ausserhalb der Arbeitszeit.
Gerne würde ich mit einem Computer auch privat mehr machen als nur zu surfen, doch auf dem Firmen-Laptop kann und will ich nicht einfach diverse Programme installieren.
In den vergangenen Jahren hatte ich nie das Geld für einen eigenen PC, bzw. es waren andere Dinge wichtiger.

Dank des Überschusses der Versicherung hatte ich eigentlich schon auf den Lapotop spekuliert. Und jetzt kommt mein Horoskop. Soll ich darauf hören, soll ich die Finanzkrise beachten oder soll ich mir meinen Wunsch doch erfüllen.

Ich werde darüber noch einige Tage nachdenken können - zumindest so lange bis ich die Überschussbeteiligung ausbezahlt bekommen habe.

Dienstag, 21. Oktober 2008

The game is over

Neulich auf dem Flohmarkt habe ich die folgenden T-Shirts gesehen:



Ich kann alle beruhigen, nach der Hochzeit ist der Spass nicht vorbei - es gibt ja immer noch die Scheidung ...

Freitag, 10. Oktober 2008

Die Geschichte zum Ausgleich Anlage U 2006

Es ist wie jedes Jahr. Pünktlich mit Ablauf von irgendwelchen Fristen kommt meine Ex mit der Bitte um Ausgleichs ihres Steuernachteils. Und wie jedes Jahr gerät diese an sich banale und eigentlich unproblematische Angelegenheit zu einem Fiasko. Warum sich dies so schnell hochschaukelt und in wüsten Beschimpfungen, Drohungen und Beleidigungen endet? Ich weiss es nicht. Doch der Reihe nach.

Am 16. September kam meine Ex-Frau mit der Bitte, dass ich innerhalb der nächsten sieben Tage den von ihr ausgerechneten Steuernachteil ausgleichen sollte. Es handelt sich ihrer Berechnung nach um fast 2.600 Euro - und dass alles ohne Belege.
In der Sache hat meine Ex-Frau recht, den Nachteil muss ich ihr erstatten. Überrascht bin ich von der Summe, da ich im Jahr davor nur die Hälfte bezahlt hatte. Und ebenfalls überrascht war ich von der kurzen Frist - dies erklärt sich aber dadurch, dass meine Ex-Frau die Unterlagen wochenlang bei sich liegen gelassen hatte.

Am 17. September hat meine Ex-Frau den entsprechenden Steuerbescheid gesandt, begleitet von der ersten Drohung, dass ich belangt werde wenn ich nicht unverzüglich bezahle. Die genannten Summen stimmten in etwa mit dem überein, was darin ermittelt wurde.

Am 18. September übersandte ich per Post die Belege an meinen Steuerberater mit der Bitte, die Berechnungen zu überprüfen. Schliesslich hatte ich schon im vergangenen Jahr damit so meine Erfahrungen gemacht. Telefonisch hatte ich dies so mit ihm abgemacht.

Bis zum 26. September hörte ich nichts von ihm. Dies hat mich beunruhigt, denn eigentlich ist er schnell und erledigt solche Kleinigkeiten sofort.
Mein Anruf bei ihm ergab, dass die Unterlage bisher nicht bei ihm eingetroffen sind.

Am 30. September kam die nächste Mail meiner Ex-Frau mit der Wiederholung der Drohung, dass ihr ihre Überziehungszinsen zu bezahlen hätte, wenn ich nicht sofort die komplette von ihr ermittelte Summe begleichen würde. Inzwischen hat sich zwischen uns schon ein Dialog voller Vorwürfe ergeben, wer wann was zu bezahlen hat und wer wie lange auf was warten musste.

Noch am gleichen Tag hat mein Steuerberater die Unterlagen erhalten, den tatsächlichen Steuernachteil ausgerechnet und ihn mir mitgeteilt. Er entsprach in etwa dem was meine Ex-Frau ausgerechnet hatte. ABER: Wie schon im letzten Jahr hat sie auch diesmal versucht, ihre Zinsen auf mich abzuwälzen. Und da ist mir der Kragen geplatz und habe mir mit einer Mail an sie erst mal Luft machen müssen. Ich werde - wie immer - von ihr verarscht und sie redet sich damit raus, dass sie keine Ahnung hat und schiebt die Schuld dem Steuerberater zu.

Am 1. Oktober kommt die nächste Drohung von ihr. Ich soll nun 19.5 % Überziehungszinsen für ihr Konto zahlen, weil das Finanzamt ihre Steuernachzahlung nun abgebucht hat. Nur weil sie die Unterlagen wochenlang bei sich liegen lassen hat. Und zusätzlich noch die Zinsen für die verspätete Abgabe der Steuererklärung.

Am 2. Oktober wiederholt meine Ex-Frau dann die Drohung - diesmal aber schon telefonisch. Zugleich streitet sie alles ab. Ich bekomme eine letzte Frist bis 3. Oktober. Was passiert eigentlich, wenn ich nicht bezahle? Ich habe grosse Lust es auszuprobieren.

Am 3. Oktober überweise ich den tatsächlich fälligen Betrag - knapp 2.500 Euro. Genau 16 Tage nachdem ich die erste Forderung von ihr erhalten habe und drei Tage nachdem der tatsächliche Betrag feststand.

Und die Moral von der Geschichte - es ändert sich nix. Jedes Jahr das gleiche Spiel und dies wird auch in Zukunft so bleiben. Nur dass ich mir das nächste Mal auch so viel Zeit lasse, wie meine Ex-Frau immer braucht, um mir irgendetwas zu unterschreiben. Ich hoffe, ich habe daraus gelernt.

Samstag, 4. Oktober 2008

Da waren es nur noch neun ...

Ich glaube, ich kann mir bald so Massband besorgen, bei dem ich jeden Monat ein Stück abschneide. So lange, bis Ende Juni 2009 erreicht ist.
Denn dann - also in neun Monaten - läuft das Darlehn aus. Und da ich einer Verlängerung nicht zustimme wird meine Ex-Frau dieses umschulden müssen. Und damit bin ich dann endlich aus meiner Schuldhaftung raus.
Die vierteljährlichen Raten wurden in der Vergangenheit alle von meiner Ex-Frau beglichen und ich habe von der Bank nie etwas gehört. Und da meine Ex-Frau nun wieder einen Job hat hoffe ich mal dass dies auch so bleibt. Dann werde ich vielleicht nur noch eine Mitteilung von der Bank bekommen, dass ich nun aus der Schuldhaftung entlassen wurde.
Hoffentlich bekommt meine Ex-Frau ein neues Darlehn, egal bei welcher Bank. Nicht das die aktuelle Hypotheken-Krise mir hier noch einen Strich durch die Rechnung macht und ich dann doch auf der Haftung sitzen bleibe.
Ich meine mich zu erinnern, dass meine Ex-Frau schon vor einiger Zeit einen Anschluss-Darlehnsvertrag abgeschlossen hat. Allerdings weigert sie sich mir dies zu bestättigen. Und so freue ich mich jedesmal, wenn ein weiteres Quartal vorbeigegangen ist, in dem ich nichts von der Bank gehört habe.
Und jetzt sind es nur noch drei Quartale oder neun Monate oder 264 Tage.

Ob es wohl Unglück bringt, wenn ich für den 01. Juli 2009 schon ein Freudenfest plane??

Freitag, 3. Oktober 2008

Scheidung in Kambodscha

In Kambodscha ist eine Scheidung teuer. Deshalb hat sich ein Ehepaar jüngst entschieden die langwierige und teure Gerichts-Prozedur einfach nach praktischen Regeln abzukürzen.

Bei der Frage der Güteraufteilung konnte sich das Paar dann aber doch nicht einigen, wer das Haus erhalten sollte, so dass man schließlich zu dem Schluss kam, es müsse geteilt werden.

Gesagt, getan. Kurzerhand wurde das Haus in der Mitte durchgesägt.

Moeun Rim und seine Frau Nhanh haben ihr Haus in Cheach, rund 90 Kilometer nordöstlich der Haupstadt, einfach in zwei Hälften geteilt, bestätigte Dorfvorsteher Vorng Morn am Donnerstag. Rim sei mit seiner Haushälfte umgezogen, die Hälfte seiner Frau sei an Ort und Stelle geblieben.

„Dort lebt sie weiterhin tagsüber“, sagte der Dorfvorsteher. Nach seinen Angaben hatten sich die beiden Mittvierziger nach Vorwürfen des Mannes getrennt, seine Frau kümmere sich nicht um ihn, wenn er krank sei.

Ihr Grundstück stückelten die beiden in vier Teile: Zwei der Teile gaben sie ihrem Sohn und ihrer Tochter.

Damit ist die Scheidung des Paares zumindest rein praktisch vollzogen, rechtlich allerdings noch lange nicht.

Freitag, 26. September 2008

Der Erklärbär erklärt "Scheidung"

und auch ein Jürgen ist dabei ...